Zertifizierungen als belastbarer Nachweis
Aufbau unserer Zertifizierungen
Die Zertifizierungen bauen aufeinander auf und decken unterschiedliche Anforderungsebenen ab – von der zentralen behördlichen Anforderung bis zu ergänzenden technischen und datenschutzbezogenen Nachweisen.
BSI C5 Typ 2
Kernnachweis für Behörden und regulierte Kunden in Deutschland. Bundesverwaltung und viele öffentliche Stellen nutzen den BSI-Mindeststandard für externe Cloud-Dienste als maßgeblichen Rahmen für ihre eigene Risikobewertung – ohne diesen Nachweis ist der Zugang zu diesem Kundensegment in der Praxis kaum möglich.
ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz
Organisatorisches Fundament und Ergänzung zur deutschen Erwartungshaltung. Während die native ISO 27001:2022 international ausgerichtete Enterprise-Kunden und Konzerne überzeugt, bildet die Zertifizierung auf Basis von IT-Grundschutz die konkrete deutsche Sicherheitsmethodik ab und stärkt die Position bei Behörden und öffentlichen Auftraggebern.
ISO 27017 und ISO 27018
Technische und datenschutzbezogene Ergänzungen zu ISO 27001. ISO 27017 vertieft den Nachweis für Informationssicherheit speziell in Cloud-Diensten, ISO 27018 belegt den Schutz personenbezogener Daten – beide runden die Argumentation gegenüber Compliance-, Security- und Datenschutz-Teams ab.
ISO 14001
Umweltmanagementsystem für den Betrieb der Cloud-Plattformen. Energieverbrauch, Rechenzentrumsbetrieb und Lieferkette haben direkte ökologische Auswirkungen – die Zertifizierung macht den systematischen Umgang damit nachvollziehbar und wird zunehmend Teil der Auswahlentscheidung bei regulierten und größeren Unternehmenskunden.

Welche Zertifizierung für welchen Bedarf zählt

BSI C5 Typ 2 und ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz – beide Nachweise werden in Ausschreibungen der öffentlichen Hand direkt für die Risikobewertung herangezogen.

ISO 27001:2022 (nativ) – relevant für globale Audits und standardisierte ISMS-Anforderungen außerhalb des deutschen Regulierungskontexts.

ISO 27017 und ISO 27018 – ergänzende Nachweise für Cloud-spezifische Informationssicherheit und den Schutz personenbezogener Daten.

ISO 14001 – relevant, wenn Umweltmanagement Teil des Bewertungsrahmens in der Lieferantenauswahl ist.
Deckt BSI C5 auch Verschlusssachen (VS-NfD) ab?
Nein. BSI C5 ist ein Sicherheitsstandard für reguläre Cloud-Dienste und keine Zulassung für klassifizierte Informationen. Die Verarbeitung von VS-NfD bis VS-GEHEIM erfordert eine gesonderte BSI-Einsatzerlaubnis, die über SINA-Produkte abgedeckt wird – nicht über C5.
Warum zwei ISO-27001-Zertifizierungen parallel?
Die native ISO 27001:2022 und die Zertifizierung auf Basis von IT-Grundschutz adressieren unterschiedliche Prüflogiken – internationale ISMS-Standardisierung auf der einen, deutsche BSI-Methodik auf der anderen Seite. Für gemischte Kundenportfolios ist die Kombination effizienter als eine Festlegung auf einen Standard.
Gelten die Zertifizierungen für alle Plattformen gleichermaßen?
Die Zertifizierungen beziehen sich auf Aufbau, Bereitstellung und Betrieb von secunet public cloud, MetaKube und secunet Managed Hosting. Für klassifizierte Umgebungen (SINA Cloud) gelten gesonderte Nachweise.
Was bedeutet "Typ 2" beim BSI-C5-Testat?
Ein Typ-2-Testat prüft nicht nur die Ausgestaltung der Kontrollen zu einem Stichtag, sondern deren Wirksamkeit über einen definierten Prüfzeitraum hinweg. Das ist der Grund, warum secunet cloud die Betriebssicherheit nachweislich und über einen längeren Zeitraum auditierbar belegen kann – ein Typ-1-Testat würde das nicht leisten.
Von der Anforderung zum passenden Testat
Wir zeigen Ihnen, welche Nachweise für Ihre Ausschreibung oder Ihr Compliance-Verfahren relevant sind.
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